Gedichte

Donnerstag, 21. April 2011

auf dem kreuzweg


auf dem kreuzweg


es trägt die zeit
das kreuz

beugt sich unter
seiner last
stürzt in den schlamm
aus sand und blut
der wunden

die jene der erde
schlugen
sie geißeln
mit der unverfrorenheit
obszöner schreie
nach der macht

ein opferfest
bricht an mit
tanz auf kahlen hügeln
johlender menge
im gelichterkleid

wird sich das grab
auch diesmal leeren
die menschheit
wie oft noch
zu erretten?

(c) evelyne w.



Ich wünsche allen Lesern und zufällig Vorbeikommenden
Gesegnete Ostern!



Sonntag, 4. Januar 2009

noch trägt das jahr


und wieder trägt das jahr
ein weißes kleid

gewebt aus hoffnung
und in die säume
sind wünsche eingenäht

noch schwebt es unbeschmutzt
über verschlammte wege
tanzt ungebrandmarkt
auf den scheiterhaufen
lodernder kriege

noch trägt es einen blütenkranz
und in den lilienweißen fingern
einen becher freude

doch lauert schon der alltag
die füße werden schwer
im täglichen morast
und aus verschwielten händen
rinnt die angst

stahlhelme drücken
die gehirne dumpf
das kleid tarnt sich
oliv und braun
um in den gräben
zu beschützen

und nur die blume
mut zur liebe
reckt sich das ganze jahr
dem sonnenlicht entgegen

sig


Samstag, 11. Oktober 2008

bevor du gingst ...


wenn du gehst
werden die tage wie ein dunkler wald vor mir liegen
und erst die umkehr in erinnerungen
wird mich auf hellen lichtungen
an neuen morgen tanzen lassen

was ist zu tun
was jetzt nicht zu verabsäumen
lichter vor meine füße zu werfen
vor die kleinen schritte dieser tage

die dir leuchten
auf deinem weg in diese
dunkle nacht der angst
die aus deinem herzen in mein herz
aus deinen händen in meine hände
aus deinen blicken in meine augen
strömt

ich möchte alles sagen
alles was ich dir immer schon gesagt
noch einmal
und einmal noch
und immer wieder

mit meinen worten ewigkeit dir geben
die dich nie von mir brechen kann

wie frisch gefallenen schnee sie streuen
auf die süße unserer gemeinsamkeit
uns zu verschmelzen
in der stummen hitze des verstehens

sig


papa
3.11.1931-5.10.2008



Dienstag, 2. September 2008

wetterumschwung


der herbststurm
peitscht an meine ufer
kein damm
kein deich
kann ihn halten

die überschwemmung
meines herzens
überschreit
den wind

sig


Sonntag, 6. Juli 2008

Sehnsucht


Wo ist dein Blick?
Wo ist deine Hand?
Wo ist das Erkennen
Das ich bei dir fand?

Wo ist dein Lächeln?
Wo ist dein Lachen?
Wo sind deine Worte
Die mich glücklich machen?

Wo sind die Pelzchen
auf deinen Wangen?
Wo ist das
Was zwischen uns angefangen?

Wo ist dein Duft?wo_bist_du
Der Duft deiner Haut?
Wo ist dein Herz
In das ich geschaut?

Wo ist dein Mund?
Wo ist dein Kuss?
Wo ist dein Versprechen?
Wo ist dein Entschluss?

Wo ist dein Grübeln?
Wo ist dein Denken?
Wo sind deine Schritte
Die dich zu mir lenken?

Wo ist alles
das ich so lang gesucht?
Wo bist du?
Und wo
Ist deine Sehnsucht?

sig


Dienstag, 10. Juni 2008

Urlaubs-Glück



Sonne auf meiner Haut
Wind in meinem Haar
Wärme in meinem Bauch
Frieden so wunderbar

Zwitschern in meinem Ohr
Dösen in meinem Blick
Liebe in meinem Herz
Seliges Urlaubsglück

sig



torrione
torrione - ischia - forio



Donnerstag, 8. Mai 2008

Resümee zum "Runden"


wirs

auch wenn das rot
aus meinen haaren fällt
und weiße flocken
auf meiner stirne tänzeln

auch wenn die seide
meiner haut
unter dem wurfe matter
samtesfalten knittert

wenn auch die perlen
meines lachens
nun aus gekröntem
munde fallen

so trägst du immer noch
den stiefel
der das licht
auf meine wege schreitet

sig


Donnerstag, 1. Mai 2008

Balkonfrühling


Ich schaukle
Auf einem weißen weichen Wolkentuch
In der blauen Weite des Himmels

Zärtliche Sonnenfinger liebkosen meine Haut
Und entzünden kleine Sonnwendfeuer
An längst erkalteten Vulkanrändern

Ein kleiner Windjunge fächelt mir Kühlung zu
Und die Bougainvillea neben meinem Ohr
Erzählt mir flüsternd ihren lila Traum

Die Silbertropfen auf meiner Haut
Kokettieren mit der Sonne
Doch in der Hitze ihres Flirts
Verschmelzen sie zu glitzernden Rinnsalen
Die warme Seen
In längst vergessenen Grotten bilden

Der kleine Windjunge füttert
Die Schmetterlinge in meinem Bauch
Mit süßem Blütenduft
Und die Grillen in meinem Kopf
Mit kleinen Seufzern

In der Luft döst säuselnd
Ein leises Lied von Frieden

Ich denk an dich

Sofort
Bläst der große Windbruder
Kräftig in meine Sonnwendfeuer
Und hell auflodernd
Erzählen sie mir verschwörerisch
Ihren rotglühenden Traum

Die Silberseen treten über die Uferbalkon
Und fließen
In wilden ungezähmten Strömen
Durch nie gekannte Täler
In das Meer der Lust

Zischend verlöschen die Feuer

Ich springe auf
Renne ins Bad
Und nehme eine kalte Dusche

Dann setze ich mich wieder
In meinen Liegestuhl auf dem Balkon
Und genieße weiterhin
Diesen ach so heißen Sommertag

sig


Mittwoch, 16. April 2008

Was du mir gibst


Du gibst mir
meine Liebe
Kann ein Mann einer Frau
mehr an Liebe geben?

Du gibst mir
meinen Frieden
Kann ein Mann einer Frau
mehr an Halt geben?

Du gibst mirdu_gibst
meine Hoffnung
Kann ein Mann einer Frau
mehr an Mut geben?

Du gibst mir
meine Kreativität
Kann ein Mann einer Frau
mehr an Freude geben?

Du gibst mir
meine Wärme
Kann ein Mann einer Frau
mehr an Glut geben?

Du gibst mir
meine Lust
Kann ein Mann einer Frau
mehr an Männlichkeit geben?

Du gibst mir
Mich

Und mehr
kann ein Mann
einer Frau nicht geben

sig


Dienstag, 25. März 2008

ich bin das glück




ich bin das glück
das dieses dasein nehmen kann
und es erleben

kein traum ist schöner
keine sehnsucht
nach den sternen
bringt die wärme deiner hand
leuchtet heller als dein blick

aus freudentränen
fließt der trunk
der herzensdürste stillt

und deine küsse
röten meine lippen satter
als jeder noch so helle musenkuss

ich bin das glück
das du mir an
mein herz gelegt

ich bin das glück
das du mir in die perlenschnur
unserer tage knüpfst

sig

liebe leser/innen!

wie sich in den letzten monaten gezeigt hat, ist hier nicht mehr viel los. einerseits von meiner seite.
andererseits ist auch das interesse ziemlich zurückgegangen. sicher auch deshalb, weil ich selber viel zu wenig zeit zum bloggen habe.

ich werde dieses blog deshalb schließen. da aber doch sehr viele beiträge hier sind und es sicher einiges zu sehen und zu lesen gibt, lasse ich es online. einfach als archiv.

ich danke euch für die begleitung über all die jahre und wünsche allen zufällig hereinschauenden angenehme leseunterhaltung.

alles liebe!
eure e.we

27.1.2009

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